Eine wissenschaftliche Arbeit ist fast fertig, die Argumente sitzen, die Struktur stimmt, und dann stockt es bei den Quellenangaben. Dieses Szenario kennen viele Studierende nur zu gut. Dabei ist richtiges Zitieren keine bürokratische Pflicht, sondern das Rückgrat jeder wissenschaftlichen Arbeit: Es zeigt, dass Sie Quellen nicht nur gelesen, sondern auch verstanden und fair eingesetzt haben. Ob APA, Harvard oder deutsche Fußnotenzitierung, ob Buch, Gesetz oder Website, jede Quellenart folgt eigenen Regeln, die sich mit etwas Übung sicher beherrschen lassen.

Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch alle wichtigen Zitierstile, Quellentypen und praktischen Techniken, die Sie für Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und andere akademische Texte benötigen. Wer darüber hinaus professionelle Unterstützung beim Schreiben oder Überarbeiten seiner Arbeit sucht, ist bei einer erfahrenen Agentur für akademische Texte genau richtig aufgehoben.

Warum ist richtiges Zitieren so wichtig?

Hinter jeder korrekt gesetzten Quellenangabe steckt mehr als Formalismus. Wer fremde Gedanken, Daten oder Formulierungen übernimmt, ohne sie kenntlich zu machen, riskiert nicht nur eine schlechte Note, sondern im schlimmsten Fall den Entzug des akademischen Titels. Eine Plagiatsprüfung an deutschen Hochschulen erkennt heute selbst leicht umformulierte Passagen zuverlässig. Doch Zitieren schützt nicht nur vor solchen Konsequenzen: Es macht Ihre Argumentation transparent und nachprüfbar, es zeigt Respekt vor dem intellektuellen Eigentum anderer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und es positioniert Ihre eigene Arbeit innerhalb des akademischen Diskurses – und demonstriert damit, dass Sie vorhandenes Wissen nicht nur rezipieren, sondern kritisch einordnen können. Kurz gesagt, wer richtig zitiert, schreibt nicht nur regelkonform, sondern wissenschaftlich überzeugend.

Überblick über die wichtigsten Zitierstile

In Deutschland sind vier Stile besonders verbreitet, die sich in Platzierung, Struktur und Detailtiefe der Quellenangaben deutlich voneinander unterscheiden. Ein kurzer Vergleich hilft Ihnen, den richtigen Stil von Anfang an konsequent anzuwenden.

 

  1. APA-Richtlinien Dieser Stil wird vor allem in den Sozial-, Geistes- und Verhaltenswissenschaften eingesetzt. Die Quellenangabe erscheint als Kurzbeleg direkt im Fließtext, in Klammern mit Nachname, Erscheinungsjahr und Seitenzahl. 

    Beispiel: (Müller, 2022, S. 34)

  2. Harvard-Zitierweise Strukturell ähnelt Harvard dem APA-Stil, da auch hier der Kurzbeleg im Text steht. Der Unterschied liegt in bestimmten Formatierungsdetails und der größeren Flexibilität, weil «Harvard» keine einheitliche Institution definiert. 

    Beispiel: (Schneider 2019: 58)

  3. MLA-Stil Dieser Stil ist vor allem in Sprach- und Literaturwissenschaften sowie im englischsprachigen Raum verbreitet. Wer auf Englisch schreibt und richtig zitieren Englisch möchte, begegnet dem MLA-Stil besonders häufig: Im Text erscheinen nur Nachname und Seitenzahl in Klammern, ohne Jahreszahl.Beispiel: (Fischer 72)
  4. Deutsche Zitierweise

    Hier werden Quellenangaben nicht im Fließtext, sondern in nummerierten Fußnoten am Seitenende platziert. Wer nach der Fußnotenmethode richtig zitieren Deutsch möchte, findet diesen Stil besonders in Rechtswissenschaften, Geschichte und Teilen der Geisteswissenschaften. Er bietet den Vorteil, neben der reinen Quellenangabe auch inhaltliche Kommentare einzufügen, ohne den Lesefluss des Haupttextes zu unterbrechen. 

    Beispiel: Müller, A. (2020): Grundlagen des Zitierstils, UTB, S. 45.

Richtig zitieren nach APA

Der APA-Stil gehört weltweit zu den meistgenutzten Zitierstilen, und wer APA richtig zitieren möchte, arbeitet seit 2020 nach der 7. Auflage des offiziellen Publication Manual. Das System baut auf zwei Säulen auf: dem Kurzbeleg im Fließtext und dem vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis, die einander zwingend entsprechen müssen.

Im Fließtext folgt der Kurzbeleg unmittelbar nach dem zitierten Inhalt. Bei einem direkten Zitat stehen Nachname, Erscheinungsjahr und Seitenzahl in Klammern:

«Wissenschaftliches Schreiben erfordert Präzision auf jeder Ebene» (Müller, 2021, S. 47).

Sobald ein Werk drei oder mehr Autorinnen und Autoren hat, verwendet APA 7 bereits ab dem ersten Beleg die Kurzform mit «et al.»: (Müller et al., 2020, S. 12). Im Literaturverzeichnis hingegen werden bis zu 20 Autorinnen und Autoren vollständig aufgeführt. Für digitale Quellen ist die Angabe einer DOI-Nummer heute obligatorisch. Sie ersetzt bei wissenschaftlichen Artikeln die früher übliche URL und stellt sicher, dass die Quelle dauerhaft auffindbar bleibt.

Die verschiedenen Zitat-Typen

Nicht jede Quelle wird auf dieselbe Weise in den Text eingebaut. Je nachdem, ob Sie einen Autor wortwörtlich sprechen lassen, seinen Gedanken in eigenen Worten wiedergeben oder sich auf ein Zitat beziehen, das Sie nur aus einer anderen Publikation kennen, kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Diese drei Grundmethoden des Zitierens – die wichtigsten Zitierarten in jeder wissenschaftlichen Arbeit – sind in ihr stets präsent, und sie richtig zu unterscheiden ist ebenso wichtig wie die korrekte Formatierung.

  1. Direktes Zitat (wörtliches Zitat)

    Sie übernehmen eine Passage exakt so, wie sie in der Originalquelle steht, einschließlich etwaiger Fehler oder veralteter Schreibweisen. Kurze direkte Zitate bis etwa drei Zeilen werden in den Fließtext integriert und durch Anführungszeichen kenntlich gemacht. Längere Textpassagen ab vier Zeilen werden als eingerückter Block ohne Anführungszeichen formatiert. Auslassungen innerhalb des Zitats kennzeichnen Sie mit eckigen Klammern und drei Punkten, eigene Ergänzungen ebenfalls in eckigen Klammern. Direktes Zitat sollte sparsam eingesetzt werden, nämlich dann, wenn der genaue Wortlaut des Originals entscheidend ist. 

    Beispiel: «Sprache ist das Haus des Seins» (Heidegger, 1947, S. 5).

  2. Indirektes Zitat (Paraphrase)

    Sie geben den Inhalt einer Quelle sinngemäß in Ihren eigenen Worten wieder, ohne den Originalwortlaut zu übernehmen. Es werden keine Anführungszeichen gesetzt, aber die Quellenangabe ist genauso obligatorisch wie beim direkten Zitat. In der deutschen Fußnotenzitierung wird dem Beleg häufig «Vgl.» vorangestellt, um die sinngemäße Wiedergabe zu signalisieren. Paraphrasen sind das eigentliche Herzstück wissenschaftlicher Texte: Sie zeigen, dass Sie eine Quelle durchdrungen und verarbeitet haben, statt sie lediglich zu kopieren. 

    Beispiel: Heidegger (1947) sieht in der Sprache den grundlegenden Ort menschlicher Existenz.

  3. Sekundärzitat

    Ein Sekundärzitat entsteht, wenn Sie ein Zitat nicht aus der Originalquelle entnehmen, sondern aus einer anderen Publikation, die diese Quelle bereits zitiert. Grundsätzlich sollte die Primärquelle immer direkt aufgesucht werden. Ist das ausnahmsweise nicht möglich, etwa weil ein älteres Werk vergriffen oder nicht zugänglich ist, kennzeichnen Sie das Sekundärzitat mit dem Zusatz «zitiert nach». Im Literaturverzeichnis wird ausschließlich die Sekundärquelle aufgeführt, also das Werk, in dem Sie das Zitat tatsächlich gefunden haben. 

    Beispiel: (Meyer, 1952, zitiert nach Schneider, 2020, S. 43).

Quellen richtig zitieren – Grundlagen

Ob Buch, Fachartikel oder Website: Jede Quellenart bringt ihre eigenen Formatierungsregeln mit. Der folgende Überblick zeigt Ihnen, worauf es bei den gängigsten Quellentypen ankommt, und gibt Ihnen für jeden Fall ein konkretes Beispiel an die Hand.

Buch richtig zitieren

Das Buch ist die klassischste Quelle in der Wissenschaft, und seine Zitation folgt einem vergleichsweise übersichtlichen Schema. Im APA-Stil enthält der Literaturverzeichnis-Eintrag Nachname und Initiale des Autors, Erscheinungsjahr in Klammern, den kursiv gesetzten Titel samt Auflage in Klammern sowie den Verlag, jedoch keinen Verlagsort mehr: Schneider, B. (2020). Wissenschaftliches Arbeiten kompakt (3. Aufl.). UTB. 

Bei der deutschen Zitierweise wird der Verlagsort hingegen weiterhin angegeben, und beim Erstzitat in der Fußnote erscheint die vollständige Angabe, bei jedem weiteren Vorkommen genügt die Kurzform aus Nachname, Jahr und Seitenzahl. Entscheidend bei Büchern mit mehreren Auflagen ist, stets die tatsächlich verwendete Auflage zu zitieren, da sich Inhalte und Seitenzahlen zwischen Auflagen erheblich unterscheiden können.

Wissenschaftliche Artikel richtig zitieren

Fachartikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften, sogenannte Journals, sind in empirischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen die wichtigste Quellenart überhaupt. Ihr Eintrag im Literaturverzeichnis nach APA enthält neben Autor und Erscheinungsjahr den Artikeltitel ohne Kursivschreibung, den kursiv gesetzten Zeitschriftentitel, den ebenfalls kursiven Jahrgang (Volume), die Heftnummer in Klammern sowie den Seitenbereich: Braun, C., & Weber, K. (2022). Stressreduktion durch Achtsamkeit. Zeitschrift für Klinische Psychologie, 51(3), 112–128. 

Die Angabe einer DOI-Nummer ist bei digitalen Artikeln heute obligatorisch und ersetzt die früher übliche URL, da sie eine dauerhafte Auffindbarkeit der Quelle sicherstellt. Fehlt eine DOI, wird ersatzweise die stabile URL der Zeitschriftenwebsite angegeben.

Beiträge aus Sammelbänden richtig zitieren

Ein Sammelband vereint Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren unter der Herausgeberschaft einer oder mehrerer Personen, und genau diese Doppelstruktur spiegelt sich in der Zitation wider. Nach APA 7 werden zunächst der Autor des Beitrags und das Erscheinungsjahr genannt, dann der Titel des Beitrags ohne Kursivschreibung, danach mit «In» eingeleitet der Name der herausgebenden Person mit dem Kürzel «Hrsg.» in Klammern, gefolgt vom kursiv gesetzten Titel des Sammelbandes, dem Seitenbereich des Beitrags in Klammern und schließlich dem Verlag: Fischer, M. (2021). Sprache und Identität. In T. Klein & S. Bauer (Hrsg.), Handbuch Soziolinguistik (S. 78–95). Akademie Verlag. Ein häufiger Fehler ist, den Sammelband selbst zu zitieren statt den konkreten Beitrag. Zitiert wird stets die Autorin oder der Autor des Kapitels, nicht die herausgebende Person.

Internetquellen richtig zitieren

Webseiten verdienen in wissenschaftlichen Arbeiten besondere Aufmerksamkeit, denn ihr Inhalt kann sich jederzeit ändern oder ganz verschwinden. Deshalb ist bei Online-Quellen das Abrufdatum anzugeben, sofern es sich nicht um ein stabiles Dokument wie eine herunterladbare PDF handelt. Nach APA 7 beginnt der Eintrag mit dem Autor oder der herausgebenden Organisation, gefolgt von Jahr und Datum der Veröffentlichung, dem kursiv gesetzten Titel der Seite sowie der vollständigen URL: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (2023, 14. März). Leitlinien zur psychischen Gesundheit. https://www.beispiel.de/… Fehlt ein eindeutiger Autor, rückt der Seitentitel an den Anfang des Eintrags. 

Als Faustregel gilt: Behörden, wissenschaftliche Institutionen und offizielle Organisationen sind als Internetquellen deutlich zitierwürdiger als Blogs, Foren oder die Wikipedia, die allenfalls als Einstiegspunkt für weitere Recherchen dienen sollten.

Abbildungen richtig zitieren

Wer eine Grafik, Tabelle oder ein Bild aus einer fremden Quelle in seine Arbeit übernimmt, muss die Herkunft unmittelbar unter der Abbildung kenntlich machen, nicht erst im Literaturverzeichnis. Nach APA 7 beginnt die Anmerkung unter der Abbildung mit dem kursiv gesetzten Wort Anmerkung, gefolgt von einem Punkt, und enthält Autor, Jahr, Titel der Originalquelle sowie einen Hinweis auf das Urheberrecht und eine eventuelle Genehmigung zum Nachdruck. Bei selbst erstellten Abbildungen entfällt die Quellenangabe, eine knappe Beschriftung genügt. Besonders wichtig ist, auch bei grafisch aufbereiteten Daten aus Drittquellen, etwa übernommenen Statistiken oder Diagrammen, stets die Datenherkunft anzugeben, denn auch eine fremde Datenbasis, die Sie selbst visualisiert haben, ist eine zitierungspflichtige Quelle.

Gesetze richtig zitieren

In rechtswissenschaftlichen und verwandten Fächern ist die korrekte Zitation von Gesetzen ein eigenständiges Handwerk. Gesetze werden im deutschen Wissenschaftsbetrieb üblicherweise im Fließtext mit ihrer amtlichen Abkürzung genannt und in der Regel nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen, da sie als allgemein zugängliche Normen gelten. Verweisen Sie auf das Bürgerliche Gesetzbuch, genügt die Abkürzung BGB; beim Strafgesetzbuch ist es StGB. Wenn Sie sich auf eine bestimmte Norm beziehen, nennen Sie Paragraph, Absatz und gegebenenfalls Nummer direkt im Text: «Nach § 433 Abs. 1 BGB ist der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben.»

Wichtig ist, stets die zum Zeitpunkt Ihrer Arbeit gültige Fassung des Gesetzes zu verwenden und dies gegebenenfalls durch einen Hinweis auf das Datum der letzten Änderung zu verdeutlichen.

Paragraphen (§) richtig zitieren

Das Paragrafenzeichen steht in wissenschaftlichen Texten immer mit einem Leerzeichen vor der folgenden Ziffer: § 14, nicht §14. Bei mehreren Paragrafen wird das Zeichen verdoppelt: §§ 14, 15 GmbHG. 

Außerhalb der Rechtswissenschaften wird das Paragrafenzeichen selten verwendet; in anderen Fächern empfiehlt es sich, stattdessen auszuschreiben. Eine einheitliche Verwendung im gesamten Dokument ist dabei ebenso wichtig wie die inhaltliche Korrektheit des Verweises.

Richtig zitieren wissenschaftliche Arbeit

Dissertationen, Masterarbeiten und andere akademische Qualifikationsarbeiten sind zitierwürdige Quellen, die jedoch eigene Formatierungsregeln mitbringen. Nach APA enthält der Literaturverzeichnis-Eintrag Autor, Erscheinungsjahr, den kursiv gesetzten Titel der Arbeit, die Art der Arbeit in eckigen Klammern sowie die verleihende Institution: Hoffmann, T. (2021). Sprachliche Identität im digitalen Raum [Dissertation]. Universität Leipzig.

Wurde die Arbeit in einer Datenbank veröffentlicht, ergänzt man Name der Datenbank und die zugehörige Kennnummer. Bei unveröffentlichten Arbeiten, also solchen, die nicht über eine Datenbank oder einen Verlag zugänglich sind, wird statt des Datenbanknamens der Hinweis «Unveröffentlichte Abschlussarbeit» in eckigen Klammern gesetzt.

Richtig zitieren in der wissenschaftlichen Arbeit

Richtig zitieren in der Hausarbeit

Die Hausarbeit ist für viele Studierende der erste ernsthafte Kontakt mit wissenschaftlichem Zitieren, und genau deshalb schleichen sich hier besonders häufig Fehler ein. Der wichtigste Schritt vor dem Schreiben ist eine einfache, aber oft vergessene Maßnahme: Klären Sie mit Ihrem Dozenten oder Ihrer Dozentin, welcher Zitierstil erwartet wird, denn an manchen Instituten ist APA Standard, an anderen die deutsche Fußnotenzitierung. Steht der Stil fest, legen Sie von Beginn an eine Quellenliste an und erfassen Sie jede verwendete Quelle sofort vollständig, mit allen bibliografischen Angaben. Wer erst am Ende der Hausarbeit beginnt, die Quellen zusammenzutragen, verliert nicht nur Zeit, sondern riskiert lückenhafte oder fehlerhafte Belege. Für richtig zitieren in der Hausarbeit gilt außerdem, dass direkte Zitate sparsam eingesetzt werden sollten: Eine Hausarbeit lebt von der eigenen Argumentation, nicht von aneinandergereihten Zitaten. Wer unsicher ist, ob Struktur, Argumentation und Zitierweise den Anforderungen entsprechen, kann die Unterstützung eines erfahrenen Ghostwriter für Hausarbeiten in Anspruch nehmen, der das gesamte Projekt von der Gliederung bis zum fertigen Text begleitet.

Richtig zitieren in der Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit stellt deutlich höhere Ansprüche an die Zitierpraxis als eine Seminar- oder Hausarbeit. Gutachterinnen und Gutachter prüfen nicht nur, ob Quellen korrekt angegeben sind, sondern auch, ob der gewählte Zitierstil wirklich konsequent und fehlerfrei durch die gesamte Arbeit durchgehalten wird. Für Bachelorarbeit richtig zitieren bedeutet das konkret: Jede Übernahme, ob wörtlich oder sinngemäß, muss lückenlos belegt sein, das Literaturverzeichnis muss vollständig und einheitlich formatiert sein, und Primärquellen sollten wann immer möglich direkt herangezogen werden statt über Sekundärzitate. Besonders bei empirischen Arbeiten kommt hinzu, dass Studien, Statistiken und Datenquellen eigene Zitierregeln mitbringen, die sorgfältig eingehalten werden müssen.

Wer merkt, dass Recherche, Argumentation und korrekte Zitierweise mehr Zeit und Fachkenntnis erfordern, als aktuell verfügbar ist, kann mit einem Bachelorarbeit Ghostwriter zusammenarbeiten. Erfahrene Fachautoren begleiten das Projekt von der Themenfindung über die Quellenrecherche bis zur druckfertigen Fassung, stets mit einer tadellosen Zitierweise, die den Anforderungen der jeweiligen Hochschule entspricht.

Richtig zitieren – Beispiele

Zitierstil Beispiel
APA

«Sprache formt unser Denken» (Müller, 2020, S. 34).

Harvard

«Sprache formt unser Denken» (Müller 2020: 34).

Deutsche Zitierweise

«Sprache formt unser Denken.»¹ ¹ Müller, A. (2020): Einführung in die Linguistik, UTB, S. 34.

MLA

«Sprache formt unser Denken» (Müller 34).

Literaturverzeichnis richtig zitieren und erstellen

Das Literaturverzeichnis steht am Ende der Arbeit, wird aber von Gutachterinnen und Gutachtern oft als erstes geprüft. Die Grundregel ist denkbar einfach: Ins Verzeichnis gehört ausschließlich, was im Text tatsächlich zitiert wurde, nicht mehr und nicht weniger. Die Einträge werden alphabetisch nach dem Nachnamen der Erstautorin oder des Erstautors sortiert, ab der zweiten Zeile jedes Eintrags eingerückt (hängender Einzug) und einheitlich im gewählten Zitierstil formatiert. Bei mehreren Werken derselben Person wird nach Erscheinungsjahr aufsteigend geordnet; erschienen zwei Werke im gleichen Jahr, unterscheidet man sie durch Zusätze wie 2021a und 2021b.

Zu den häufigsten Fehlern zählen fehlende DOI-Angaben bei digitalen Quellen, vergessene Kursivschreibung von Titeln sowie die unbeabsichtigte Vermischung verschiedener Zitierstile innerhalb desselben Verzeichnisses. 

Richtig zitieren in Word

Microsoft Word verfügt über eine eingebaute Zitierfunktion, die viele Studierende nie nutzen, obwohl sie echte Arbeit spart. Der Einstieg ist einfacher als gedacht.

 

Schritt 1: Zitierstil festlegen. Dieser Stil wird vor allem in den Sozial-, Geistes- und Verhaltenswissenschaften eingesetzt. Die Quellenangabe erscheint als Kurzbeleg direkt im Fließtext, in Klammern mit Nachname, Erscheinungsjahr und Seitenzahl. 

Beispiel: (Müller, 2022, S. 34)

Schritt 2: Quelle anlegen und Zitat einfügen.Strukturell ähnelt Harvard dem APA-Stil, da auch hier der Kurzbeleg im Text steht. Der Unterschied liegt in bestimmten Formatierungsdetails und der größeren Flexibilität, weil «Harvard» keine einheitliche Institution definiert. 

Beispiel: (Schneider 2019: 58)

Schritt 3: Quelle wiederverwenden. Dieser Stil ist vor allem in Sprach- und Literaturwissenschaften sowie im englischsprachigen Raum verbreitet. Wer auf Englisch schreibt und richtig zitieren Englisch möchte, begegnet dem MLA-Stil besonders häufig: Im Text erscheinen nur Nachname und Seitenzahl in Klammern, ohne Jahreszahl.Beispiel: (Fischer 72)

Schritt 4: Literaturverzeichnis generieren.

Hier werden Quellenangaben nicht im Fließtext, sondern in nummerierten Fußnoten am Seitenende platziert. Wer nach der Fußnotenmethode richtig zitieren Deutsch möchte, findet diesen Stil besonders in Rechtswissenschaften, Geschichte und Teilen der Geisteswissenschaften. Er bietet den Vorteil, neben der reinen Quellenangabe auch inhaltliche Kommentare einzufügen, ohne den Lesefluss des Haupttextes zu unterbrechen. 

Beispiel: Müller, A. (2020): Grundlagen des Zitierstils, UTB, S. 45.

Abkürzungen richtig verwenden

Beim wissenschaftlichen Zitieren begegnen Ihnen immer wieder dieselben Kürzel. Hier sind die wichtigsten im Überblick:

  1. Vgl. (vergleiche) Wird in der deutschen Fußnotenzitierung vor indirekten Zitaten gesetzt und signalisiert eine sinngemäße Wiedergabe. In APA und Harvard entfällt dieses Kürzel.
  2. Ebd. (ebenda) Ersetzt in aufeinanderfolgenden Fußnoten die vollständige Quellenangabe, wenn dieselbe Quelle erneut zitiert wird. Achtung: Erscheint zwischen zwei Nennungen auch nur eine andere Quelle, darf der Begriff «ebd.» nicht verwendet werden.
  3. Et al. (und andere) Kürzt Werke mit drei oder mehr Autorinnen und Autoren ab. Im Literaturverzeichnis werden dennoch alle Namen vollständig aufgeführt.
  4. f. / ff. «f.» verweist auf eine einzige Folgeseite, «ff.» auf mehrere aufeinanderfolgende Seiten. In modernen Zitierrichtlinien wird ein konkreter Seitenbereich wie S. 45–48 bevorzugt.
  5. Hrsg. Steht für Herausgeber und wird bei Sammelbänden verwendet. Im Englischen entspricht dies «Ed.» (ein Herausgeber) bzw. «Eds.» (mehrere).
  6. o. O. (ohne Ort) Wird verwendet, wenn kein Erscheinungsjahr der Quelle angegeben ist.
  7. o. O. (ohne Ort) Ersetzt den fehlenden Verlagsort bei der deutschen Zitierweise.

FAQ: zum richtigen Zitieren

Wählen Sie den von Ihrer Hochschule vorgeschriebenen Zitierstil, kennzeichnen Sie jede Übernahme im Text mit einer Quellenangabe und führen Sie alle verwendeten Quellen vollständig im Literaturverzeichnis auf. Konsistenz im gewählten Stil ist dabei entscheidend.

Direkte Zitate stehen in Anführungszeichen mit Quellenbeleg, Paraphrasen ohne Anführungszeichen, aber ebenfalls mit Beleg. Die Quellenangabe erscheint je nach Zitierstil entweder im Fließtext in Klammern oder in einer Fußnote am Seitenende.

«Vgl.» wird in der deutschen Fußnotenzitierung ausschließlich bei indirekten Zitaten verwendet. Es signalisiert, dass die Quelle sinngemäß, nicht wörtlich wiedergegeben wird. Bei direkten Zitaten und in APA oder Harvard entfällt «Vgl.» grundsätzlich.

Online-Tools helfen beim korrekten Formatieren von Quellenangaben schnell und zuverlässig. Auch unsere erfahrenen Fachautoren können Sie beim Zitieren unterstützen.

Die Universitätsbibliothek ist die erste Anlaufstelle: Bibliothekarinnen und Bibliothekare unterstützen bei der gezielten Recherche in Fachdatenbanken wie JSTOR, Google Scholar oder WISO. Auch viele Hochschulen bieten eigene Rechercheschulungen an.

Unsere akademischen Ghostwriter übernehmen das Verfassen von Hausarbeiten vollständig, von der Recherche und Gliederung bis zur fertigen, korrekt zitierten Abgabe. Sie arbeiten fachspezifisch und nach den Vorgaben Ihrer Hochschule.

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